Aufzug

Für jeden Zweck der richtige Lift

Personenaufzug: Modelle & Typen

Die Auswahl an Personenaufzügen ist groß – und nicht jedes Modell eignet sich für jeden Einsatz. Bevor Sie sich für ein bestimmtes Modell entscheiden können, muss ein möglichst genaues Anforderungsprofil feststehen. Auf dieser Grundlage findet der Aufzugsfachmann den geeigneten Antrieb, die richtige Traglast und wichtige Zusatzausstattung. Wir erläutern die gängigsten Aufzugsmodelle und -typen und sagen Ihnen, worauf Sie beim Kauf und beim Einbau achten sollten.

Anforderungen an Aufzüge

Personenaufzüge lassen sich durch ihre Antriebsarten und durch ihre Anbringungsart unterscheiden. Je nach Beschaffenheit des Gebäudes werden Aufzüge in einem Schacht im Innern montiert oder an der Außenwand.

Der Fahrkorb lässt sich entweder hydraulisch oder mithilfe eines Seils und eines Gegengewichts bewegen. Schließlich gibt es eine Reihe von Standardgrößen, Gewichtsklassen und Ausstattungsvarianten.

Antriebsarten

Hydraulikaufzüge

Hydraulikaufzüge nutzen einen mit Hydraulikflüssigkeit gefüllten Zylinder, der die Arbeit verrichtet. Presst eine Pumpe die Flüssigkeit in den Zylinder, hebt sich der Fahrkorb. Soll er sich senken, wird ein Ventil geöffnet, die Flüssigkeit fließt langsam wieder in den Tank zurück.

Typische Eigenschaften von Hydraulikaufzügen:

  • Maximale Förderhöhe: 20 m
  • Geringe Geschwindigkeit von weniger als 1 m/s
  • Verhältnismäßig günstige Bauart
  • Wartungsaufwand geringer als bei Seilaufzug
  • Pumpeinheit/Maschinenraum muss sich nicht in unmittelbarer Nähe es Aufzugs befinden
  • Aufzug kann auch bei Stromausfall geöffnet bzw. gesenkt werden

Hydraulikaufzug: Modell- mit Details

Seilaufzug

Bei einem Seilaufzug hängt der Fahrkorb an einem Drahtseil oder einem Riemen. Am anderen Ende dieses Seils befindet sich ein Gegengewicht, das so schwer ist wie der Fahrkorb zuzüglich rund der Hälfte der Nutzlast. Das Seil liegt über einer Treibscheibe, die von einem elektrischen Motor angetrieben wird. Dadurch hebt und senkt sich der Fahrkorb. Je nach Anforderung sind die Aufzüge mit oder ohne Getriebe ausgestattet. Getriebe werden bei Gebäuden mittlerer Höhe (sieben bis 20 Stockwerke) eingesetzt. Aufzüge ohne Getriebe sind wesentlich schneller und eignen sich damit für noch höhere Gebäude.

Typische Eigenschaften von Seilaufzügen:

  • Geschwindigkeiten bis zu 10 m/s möglich
  • Förderhöhen bis rund 130 m möglich
  • Hohe Haltegenauigkeit, sanftes Abbremsen und Anfahren
  • Auch bei hoher Auslastung geringerer Energiebedarf als der Hydraulikaufzug
  • Kein Maschinenraum nötig

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Die Anbringungsart

Idealerweise wird gleich bei der Planung eines Gebäudes ein passender Aufzugsschacht berücksichtigt. Ist das nicht der Fall, muss man dennoch nicht auf einen Aufzug verzichten. Einige Aufzugtypen sind speziell für eine Nachrüstung in Treppenhäusern konstruiert. Ist das nicht möglich, können Aufzüge an den Außenwänden eines Gebäudes entlanggeführt werden. Bisweilen ist es auch eine architektonische Entscheidung, die Aufzüge an Außenwänden zu bauen. Oft werden dann Schacht und Fahrkorb mit Glas ausgestattet.

  Tipp

  • Einen Aufzug von vornherein einzuplanen ist immer kostengünstiger als ihn nachzurüsten
  • Für einen Außenaufzug wird in der Regel eine Baugenehmigung benötigt

Größe und Ausstattung

Im Prinzip lassen sich Aufzüge in fast allen Größen und Formen bauen. Für öffentliche Gebäude oder einen behindertengerechten Personenaufzug gelten bestimmte Anforderungen. Maßgeblich dafür ist die europäische Norm DIN EN 81-70. Grundsätzlich gilt die Faustformel, dass pro Person 75 Kilogramm Tragkraft kalkuliert werden müssen. Ein Lift mit einer maximalen Kapazität von acht Personen sollte also eine Tragkraft von 600 Kilogramm aufweisen.

Auch die Zahl der Ausstattungsvarianten ist beinahe unendlich. Das betrifft sowohl die technische Ausstattung wie die Platzierung der Aufzugstüren oder der Bedienelemente als auch die Gestaltung von Fußboden, Wänden und Decken.

Welcher Personenaufzug eignet sich für wen?

Wegen der geringeren Investitionskosten werden für kleinere Lifte mit geringer Hubhöhe in der Regel Hydraulikantriebe bevorzugt. Doch Vorsicht: Wird der Lift häufig benutzt, können die erhöhten Betriebskosten für Hydraulikaufzüge im Vergleich zu Seilaufzügen die anfänglichen Kostenvorteile schnell aufheben.

Zum Hydrauliklift greift, wer

  • nur geringe Höhen überwinden muss (bis maximal 20 m)
  • den Lift über den Tag nur selten nutzt
  • auf einen besonders schallarmen Betrieb Wert legt
  • keinen schnellen Aufzug braucht

Damit ist ein Hydrauliklift für Mehrfamilienhäuser mit wenigen Einheiten oder für kleine gewerblich genutzte Gebäude ideal.

Seilaufzüge sind überall dort Standard, wo es schnell gehen muss und wo große Höhen überwunden werden. Wird der Aufzug im Laufe des Tages häufig frequentiert, gleichen die geringeren Betriebskosten den Vorteil der Hydraulikaufzüge bei der Anfangsinvestition schnell aus.

Zum Seilaufzug greift, wer

  • 7 Stockwerke und mehr bedienen muss
  • schnell hoch hinaus will
  • den Aufzug häufig nutzt
  • auf einen separaten Maschinenraum verzichten will

Seilaufzüge eignen sich damit am besten für Mehrfamilienhäuser mit vielen Wohneinheiten sowie in stark frequentierten öffentlichen Gebäuden und Gewerbeeinheiten.

Fazit

Der Einbau eines Personenaufzugs ist kostenintensiv und sollte genau bedacht werden. Mit sorgfältiger Planung lässt sich viel Geld sparen. Über Käuferportal erhalten Sie drei kostenlose und unverbindliche Angebote von Aufzugsherstellern in Ihrer Nähe, die Sie in aller Ruhe vergleichen können.

Bildquellen:
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© Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) | Europäische Union
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