Aufzug

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Personenaufzug: Planung & Beratung

Egal ob privat oder gewerblich genutzt, für Personenaufzüge gelten strenge Bau- und Betriebsvorschriften. Mit sorgfältiger Planung lassen sich typische Fehler vermeiden. Käuferportal zeigt Ihnen, worauf Sie bei der Planung eines Personenaufzugs achten müssen und vermittelt Ihnen unverbindlich und kostenlos drei passende Anbieter. In 3 Schritten zum perfekten Aufzug!

In drei Schritten zum passenden Personenaufzug

Schritt 1: Bedarfsplanung

Je kleiner der Aufzug ausfällt, desto geringer sind die Investitions- und Folgekosten. Doch wird er zu klein geplant, kommt es bei der Benutzung zu Engpässen. Bisweilen setzt auch die Inanspruchnahme von Fördergeldern eine Mindestgröße voraus (Behindertenfreundlichkeit).

Beantworten Sie sich bei der Bedarfsplanung folgende Fragen:

  • Wie viele Personen soll der Aufzug auf einmal befördern können?

Als Faustregel werden 75 Kilogramm Nutzlast pro Person gerechnet. Damit einen Aufzug acht Personen gleichzeitig nutzen können, muss er also eine Nutzlast von 600 Kilogramm aufweisen. Überlegen Sie auch, ob schwere Lasten transportiert werden sollen.

  • Soll der Aufzug behindertengerecht sein?

Die europäische Norm für Personenaufzüge DIN EN 81-70 schreibt vor, dass ein behindertengerechter Aufzug für Wohnungen oder öffentliche Gebäude mindestens dem Typ 2 entsprechen muss. Der Fahrkorb muss somit wenigstens 1,10 m x 1,40 m messen, die Durchgangsbreite muss 90 Zentimeter betragen. Die Bewegungsfläche vor dem Aufzug darf 1,50 m x 1,50 m nicht unterschreiten. Für die Höhe der Bedienelemente, Haltestangen und ähnliches gibt es weitere Vorschriften.

  • Wie viele Stockwerke soll der Personenaufzug bedienen?

Bestimmte Hebetechnologien (Hydraulik vs. Seilantrieb) haben Beschränkungen für Hubhöhe und Geschwindigkeit.

  • Wie sollen die Türen angeordnet sein?

Teilweise ist eine Tür zum Ein- und Aussteigen nicht genug und es werden gegenüberliegende Ausgänge benötigt.

  • Wie schnell soll der Aufzug sein?

Wer mit bis zu 10 Metern pro Sekunde in die Höhe rauscht, ist schnell am Ziel. Doch Bauaufwand und Energieverbrauch solcher Aufzüge sind ebenfalls höher.

  • Welche gestalterischen Elemente soll der Aufzug haben?

Panoramaaufzüge lassen die Fahrt zu einem Erlebnis werden, Edelstahl und Glas verbreiten einen Hauch von Luxus. Den Möglichkeiten sind kaum Grenzen gesetzt.

Schritt 2: Bauplanung und Montage

Haben Sie sich für einen Aufzugstyp entschieden, müssen Sie sicherstellen, dass die baulichen Voraussetzungen stimmen. Soll der Aufzug außen am Gebäude angebracht werden, ist zudem eine Baugenehmigung notwendig. Wird ein Lift nachgerüstet, muss auch die Statik des Gebäudes stimmen und eventuell angepasst werden.

Typische bauliche Anforderungen beim Aufzugeinbau sind:

  • Gegenüber von Aufzugtüren dürfen keine abwärtsführenden Treppen angeordnet werden. Sind sie unvermeidbar, muss ihr Abstand mindestens drei Meter betragen.
  • Vor den Aufzugtüren ist eine Bewegungs- und Wartefläche von mindestens 1,50 m × 1,50 m zu berücksichtigen. Wird diese Fläche auch anderweitig genutzt, muss ein Vorbeigehen an einem wartenden Rollstuhlbenutzer möglich sein.
  • Handelt es sich um einen Hydraulikaufzug, muss ein Betriebsraum für die Hydraulikpumpe eingeplant werden. Ein typischer Standort wäre ein Heizungskeller.

Die Aufzugsmontage sollte nur durch zertifizierte Fachleute stattfinden. Stellen Sie sicher, dass das ausführende Unternehmen das Aufmaß selbst vornimmt, um Fehlerquellen und spätere Schuldzuweisungen zwischen den Gewerken zu vermeiden.

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Schritt 3: Wartung und Instandhaltung

Jeder Betreiber eines Personenaufzugs, egal ob privat oder gewerblich, ist verpflichtet, ihn von einem Instandhaltungsunternehmen warten zu lassen, so schreibt es die Betriebssicherheitsverordnung vor. Personenaufzüge müssen zudem alle zwei Jahre von einem zertifizierten Fachmann (TÜV) auf ihre Sicherheit hin überprüft werden.
Bei einem Wartungsvertrag kann man sich zwischen einem Vollunterhaltsvertrag oder einem Systemwartungsvertrag entscheiden. Ein Vollunterhaltsvertrag sollte folgende Leistungen abdecken:

  • kostenlose Beseitigung von Betriebsstörungen
  • Überzeitzuschläge bei Reparaturen oder Störungsbeseitigung, die nicht in die übliche Arbeitszeit fallen
  • Kostenlose Lieferung und Einbau von sämtlichen Ersatz- und Verschleißteilen
  • Übernahme der TÜV-Gebühren

Die Laufzeit von Wartungsverträgen beträgt in der Regel fünf bis zehn Jahre. Kosten für vorgeschriebene Notrufeinrichtungen sowie Miet- und Bereitschaftsgebühren gehören nicht zu einem Vollunterhaltsvertrag. Ein Systemwartungsvertrag stellt nur die Funktionsfähigkeit des Systems sicher, Reparaturarbeiten und Ersatzteile müssen von Fall zu Fall bezahlt werden.

  Tipps und Tricks

  • Achten Sie darauf, dass der Personenaufzug der TÜV Baumusterprüfung nach DIN EN 81-41 entspricht
  • Wenn Sie Aufzüge miteinander vergleichen, vergleichen Sie auch deren Energieverbrauch. Manche Aufzüge verbrauchen im Stand mehr Strom als bei der Fahrt
  • Nicht alle Betriebskosten eines Aufzugs lassen sich auf Mieter umlagern. Informieren Sie sich, bevor Sie die Kosten kalkulieren
  • Achten Sie beim Abschluss eines Vollunterhaltsvertrags darauf, ob Baugruppen oder Komponenten des Aufzugs im Vertrag ausgeschlossen werden, oder ob es eine Kostengrenze für Ersatzteile gibt
  • Die Kosten für die regelmäßigen TÜV-Prüfungen sind nicht vorgeschrieben – vergleichen lohnt sich

Fazit

Gerade bei einem so umfangreichen Projekt wie einem Personenaufzug zahlt sich sorgfältige Planung aus. Über Käuferportal erhalten Sie drei kostenlose und unverbindliche Angebote von Aufzugfirmen in Ihrer Nähe.

Bildquelle:
© Käuferportal
© Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) | Europäische Union
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