Aufzug

Entdecken Sie die Systeme und Antriebe

Aufzugsanlagen

Eine Aufzugsanlage hat immer den Zweck, den vertikalen Transport in und an Gebäuden zu erleichtern. Aufzugsanlagen können sowohl für den Personen- als auch für den Lastentransport konzipiert sein. Wir zeigen Ihnen die Unterschiede der verschiedenen Modelle, erklären die technischen Besonderheiten und helfen bei der Suche nach dem passenden Anbieter.

Wie funktioniert eine Aufzugsanlage?

Eine Aufzugsanlage besteht aus einem Schacht und einem beweglichen Fahrkorb, der entlang von fest montierten Schienen geführt wird. Es existieren je nach Fahrstuhl unterschiedliche Antriebssysteme, mit deren Hilfe die Kabine inklusive Personen oder Lasten nach oben und unten oder auch in schräger Richtung transportiert wird. Neben dem Antrieb sind ein intelligentes Steuerungssystem und Sicherheitseinrichtungen notwendige Elemente moderner Aufzugsanlagen.

Technische Daten

Aufzugsanlagen weisen folgende Eigenschaften auf:

  • Transport von Personen oder Lasten
  • maximale Traglast: bis zu 4.000 kg
  • Standardgeschwindigkeit: 0,7 bis 1,0 m/s
  • eine oder mehrere Kabinen pro Schacht

Verschiedene Kabinensysteme von Aufzugsanlagen

Einkabinen-Aufzüge

Aufzug an einem MehrfamilienhausEinkabinen-Aufzüge verfügen über einen einzelnen Fahrkorb im Schacht, mit dem jede Etage angesteuert werden kann.

Dieses Modell findet sich häufig in Wohn- und Privathäusern mit eher geringer Nutzungsfrequenz.

Mehrkabinen-Aufzüge

Mehrkabinen-AufzugsanlageMehrkabinen-Aufzüge, auch Twin-Systeme genannt, zeichnen sich dadurch aus, dass sich zwei unabhängig voneinander zu bewegende Fahrkörbe einen Schacht teilen. Dieses Aufzugsmodell verlangt ein ausgereiftes Steuerungssystem, um eine hohe Nutzungseffizienz sicherzustellen.

Doppeldecker-Aufzüge

Doppeldecker-AufzugDas Besondere an Doppeldecker-Aufzügen sind die zwei fest miteinander verbundenen Kabinen. So kann der Aufzug immer zwei benachbarte Stockwerke gleichzeitig anfahren.

Ähnlich wie bei Mehrkabinen-Aufzügen kann auch mit diesem Modell bei nur einem vorhandenen Schacht die Nutzungsfrequenz deutlich erhöht werden.

Antriebe von Aufzugsanlagen

Grundsätzlich werden zwei Arten von Antrieben bei Aufzugsanlagen unterschieden, die für jeweils andere Einsatzgebiete und Förderhöhen geeignet sind: Der Seilantrieb und der Hydraulikantrieb.

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Seilantrieb

Aufzug mit SeilantriebÜber dem Fahrstuhlschacht befindet sich die sogenannte Treibscheibe. Die Stahlseile, die die Kabine halten, werden über die Treibscheibe und mindestens eine Seilrolle geführt. Die Seile können fast beliebig lang sein, sodass diese Art des Antriebs auch für Hochhäuser geeignet ist. Zudem kann mit einem Seilantrieb eine hohe Fahrgeschwindigkeit realisiert werden.

Auf der einen Seite des Seils befindet sich der Aufzugskorb, auf der anderen Seite ein Gegengewicht. Das Gegengewicht wiegt ungefähr so viel wie der halb gefüllte Aufzugskorb.

Hydraulikantrieb

Aufzug mit HydraulikantriebBei dieser Antriebsart wird die Fahrstuhlkabine mittels Hydraulikkolben bewegt. Die Förderhöhe ist auf rund 15 Meter beschränkt und es werden niedrigere Transportgeschwindigkeiten als bei seilbetriebenen Fahrstühlen erreicht.

Besonders bei einer niedrigen Nutzungsfrequenz gewinnt ein hydraulikbetriebener Aufzug gegenüber den seilbetriebenen Modellen, da sich hier aufgrund von geringeren Instandhaltungskosten eine höhere Effizienz ergibt.

 

Steuerungssysteme

Moderne Aufzugsanlagen verfügen über intelligente Steuerungssysteme, um die Anzahl an Stopps pro Fahrt zu optimieren und Leerfahrten möglichst zu vermeiden. Viele Fahrstühle sind mit einer klassischen Sammelsteuerung ausgestattet. Die Benutzer rufen den Aufzug und die gesammelten Aufträge werden in einer sinnvollen Reihenfolge abgearbeitet. Wenn jemand zusteigen möchte, wird die Fahrt in der entsprechenden Etage unterbrochen. Für kleine Aufzugsanlagen ist diese Art der Steuerung vollkommen ausreichend.

Sammelsteuerung

Sammelsteuerung bei AUfzugsanlagen

Zielrufsteuerung

Zielsteuerung bei Aufzugsanlagen

Bei Aufzügen mit einer hohen Benutzerfrequenz bietet sich das effiziente System der Zielrufsteuerung an. Hierbei müssen die Benutzer bereits beim Rufen des Aufzugs die Zieletage angeben. Daraufhin bekommen sie diejenige Kabine zugewiesen, die sie am schnellsten in das gewünschte Stockwerk bringt. Diese Steuerungsmethode eignet sich besonders für Mehrkabinenaufzüge und regelt die Fahrten so, dass eine größtmögliche Auslastung gewährleistet ist.

Sicherheitsvorkehrungen für Aufzugsanlagen

Moderne Aufzugsanlagen sind heutzutage sehr sicher. Wir haben für Sie zusammengestellt, über welche Sicherheitsvorkehrungen ein Aufzug verfügen sollte:

  • Notrufanlage
  • Sicherung der Fahrschachttüren mit einer Lichtschranke
  • Fangvorrichtung: Bei einem eventuellen Versagen des Tragemechanismus wird eine Fangvorrichtung ausgelöst und stoppt die Kabine. Dies funktioniert rein mechanisch, sodass sie auch im Falle eines Stromausfalls betriebsbereit ist
  • Doppelte Sicherung der Tragseile: Jedes einzelne Seil kann mehr als die Maximallast des Aufzugs tragen. Falls eines reißt, können die anderen Seile die Kabine tragen
  • Gewichtssensoren messen die Kabinenlast und warnen im Fall einer Überlastung
  • Überprüfung der Anlage mindestens alle zwei Jahre durch eine zugelassene Überwachungsstelle wie dem TÜV und durch Monteure der Aufzugfirma

Den passenden Anbieter finden

Wenn Sie den Kauf einer Aufzugsanlage planen, ist eine fachliche Beratung wichtig. Käuferportal vermittelt Ihnen kostenlos und unverbindlich bis zu drei Aufzugsanbieter aus Ihrer Region. Diese können Ihnen die passende Anlage für Ihr Haus empfehlen, und Sie wählen das beste Angebot.

Bildquellen:
© Käuferportal
© Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) | Europäische Union
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