Alarmanlagen

Zur Unterscheidung von Alarmanlagen gibt die VdS Schadenverhütung GmbH (ehemals Verband der Schadenversicherer) sogenannte VdS-Klassen vor. Diese Klassifizierung gibt Auskunft über die Sicherheitsabstufungen und macht damit die Sicherheitstechnik für Alarmanlagen bewertbar.

Alarmanlagen werden nach VdS-Klassen unterschieden

Während eine Alarmanlage der

  • Klasse A lediglich einen einfachen Schutz bei geringerem Einbruchrisiko bietet und vorwiegend bei Privathaushalten indiziert ist, liefert die
  • Klasse B ein mittleres Schutzniveau und ist bei der Absicherung höherer Werte im Privathaushalt sowie bei gewerblichen Objekten angezeigt. Bei Alarmanlagen der
  • Klasse C handelt es sich um Geräte, die erhöhten Schutz bieten, Melder mit erhöhter Ansprechempfindlichkeit aufweisen und zur Absicherung von Objekten mit erhöhter Gefährdung dienen.

Prüfung und Sicherheit

Im Bereich der Sicherheitstechnik werden Alarmanlagen durch die zertifizierende Stelle einer umfangreichen Prüfung unterzogen. Erreicht werden müssen eine sichere Zuordnung zu einer der drei Klassen sowie eine Beurteilung, inwieweit die Alarmanlage ihren Aufgaben gerecht wird. Bedeutsam sind hierbei die

  • zuverlässige Funktion der Alarmanlage,
  • der Schutz gegen Manipulationsversuche sowie
  • die Unabhängigkeit gegenüber Störungen durch Mobiltelefone und andere Strahlungen

Das Gütesiegel einer Alarmanlage

Der Fachhandel bietet zwar sowohl die individuelle Zusammenstellung der Alarmanlage in Verbindung mit weiteren Zubehör-Teilen als auch den Kauf von Komplettpaketen. Entscheidend ist jedoch: Die verwandte Alarmanlage sollte in jedem Fall den Anforderungen der Versicherungswirtschaft gerecht werden, was durch das charakteristische und in der Vergabe unabhängige VdS-Zeichen bestätigt wird.

Installation durch Fachpersonal empfohlen

Gewarnt werden muss vor einer eigenständigen Installation von Alarmanlagen durch den Betreiber, auch wenn diese Praxis durch die Angebote vieler Baumärkte unterstützt wird. Die Installation setzt umfangreiches Fachwissen sowie Vertrautheit mit aktuellen technischen Änderungen voraus. VdS-geprüfte Alarmanlagen werden daher von Schadensversicherern nur dann anerkannt, wenn sie von legitimierten Installationsfirmen montiert worden sind.

Alarmanlagen und Sicherheitsinstallationen an Häusern

Alarmanlagen müssen spezifisch auf den jeweiligen Anwendungsbereich angepasst sein. Denkbar ist beispielsweise eine umfassende Außenhausüberwachung von Fenstern und Türen eines Gebäudes, mit der eine komplette Gebäudesicherung erreicht werden kann. Ebenso kann durch Infrarot-Bewegungsmelder die selektive Absicherung lediglich eines Einzelraumes erreicht werden. Neben der Alarmanlage stellt der Einbau eines Tresors eine zusätzliche präventive Schutzmaßnahme dar. Wahlweise können in einem typischen Unternehmenstresor wie einem Datentresor oder Aktentresor Wertgegenstände und Unterlagen verwahrt werden. Um allen Sicherheitsaspekten gerecht zu werden, sollte zudem die Installation einer Überwachungskamera bedacht werden, was für Unternehmen der Baubranche und Firmen mit hohem Warenumschlag und intensiver Lagerung bedeutsam sein kann. Der Einsatz der richtigen Sicherungstechnik in Gewerbeobjekten lohnt sich. Laut dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft konnte die Zahl der geglückten Einbrüche, aufgrund von wirksamen Sicherheitsvorkehrungen, gesenkt werden.

Sicherung von Freiflächen

Zusätzlich kann die Freilandüberwachung eines Grundstücks weitere Risiken senken. Sensoren im Außenbereich können hier diskrete Hinweise auf Aktivitäten innerhalb des Grundstücks geben oder bei Einbruchsalarm optische und akustische Signale auslösen.

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  • video-sicherheit.NET Oliver Zöllich


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